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September 2008
   
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Deutsche Kulturwochen in der Ukraine 2008

Deutsch-ukrainische Theaterproduktion. Kiew,
Russisches Nationaltheater Lessja Ukrainka, 18.09.2008

Peter Weiss:
„Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“.

Inszenierung in russischer und deutscher Sprache – Eine Koproduktion des Russischen Nationaltheaters Lessja Ukrainka in Kiew/ Ukraine und der Theaterwissenschaft München/ Deutschland. Regie: Katrin Kazubko

Premiere in Kiew am 18. September

Vorstellungen täglich bis zum 25. September


Die Partnerschaft

Seit 2004 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Russischen Nationaltheater Lessja Ukrainka und der Theaterwissenschaft München (Ludwig-Maximilians – Universität). Im Mittelpunkt stehen die Förderung des Theaternachwuchses beider Länder und der kulturelle Dialog zwischen Ost- und Westeuropa. Bisheriger Höhepunkt war die gemeinsame Produktion von „Romeo und Julia“ in Kiew und München im Jahr 2006.

Das Russische Nationaltheater Lessja Ukrainka in Kiew ist eine der renommiertesten Bühnen der früheren Sowjetunion und der heutigen Ukraine. Die Theaterwissenschaft München (TWM) bietet als einziges theaterwissenschaftliches Institut im deutschen Sprachraum seinen Studierenden Theater in seiner gesamten Bandbreite: Neben dem Sprechtheater sind im Angebot ebenso Musiktheater (mit einer eigenen Professur), Tanz-, Performance-, Medien-, Figuren- und Objekttheater, Szenographie und Theaterarchitektur enthalten. Wer Theaterwissenschaft studiert, lernt, sich mit den verschiedensten Formen des Phänomens Theater auf wissenschaftliche Weise auseinander zu setzen. Das Institut bietet außerdem eine Studiobühne (Leitung: Dr. Katrin Kazubko), auf der Theaterprojekte und Bühnenpraktika angeboten werden. Die Studierenden haben dort auch die Möglichkeit, in Eigenregie Projekte zu proben und aufzuführen. Inzwischen pflegt die Bühne internationalen Austausch mit u.a. mit der Ukraine und Kanada. Katrin Kazubko (Dramaturgin und Regisseurin) leitet seit 1993/94 die Studiobühne der Theaterwissenschaft/ München mit zahlreichen Inszenierungen unterschiedlichster Theaterstücke. Neben ihrer Lehrtätigkeit führte sie an verschiedenen professionellen Theatern Regie.

Das Stück

Das Theaterstück des deutschen Autors Peter Weiss (1916-1982) - kurz „Marat/Sade“ genannt - steht in der Tradition des epischen Theaters Bertolt Brechts. Bei seiner Uraufführung 1964 in West-Berlin hat „Marat/Sade“ für großes Aufsehen gesorgt. Es geht um Jean Paul Marat, den glorifizierten und gleichfalls verhassten Jakobiner der Französischen Revolution, und die (fiktive) Auseinandersetzung mit dem skandalumwobenen Marquis de Sade. Beide Protagonisten stehen für ein radikales Prinzip: Die bedingungslose Veränderung der politischen Verhältnisse gegen den fatalistischen Rückzug des politisch handelnden Menschen, der den Glauben an Veränderung verloren hat.

Die eigens für die Uraufführung von „Marat/Sade“ komponierte Musik von Hans-Martin Majewski (1911 –1997) wurde von dem ukrainischen Komponisten Jurii Shevchenko für ein sechsköpfiges Orchester arrangiert und durch zusätzliche Kompositionen für den russischen Textanteil eingerichtet.

Die Besetzung erfolgt mit ukrainischen und deutschen Schauspielern. Klaus D. Mund übernimmt die Rolle des "Ausrufers".

Im Anschluss an Kiew wird das Stück unter dem Titel "Marat / Sade"
ab dem 4. November 2008 in München
(Reithalle) gezeigt werden.

Partner dieses Projektes sind die Theaterwissenschaft München der Ludwigs-Maximilians-Universität, die Stadtsparkasse München, die Allianz Kulturstiftung, das Kulturreferat der Stadt München.

Quelle: Deutsche Kulturwochen in der Ukraine 2008